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10. Juli 2019

Sind die IoT-Wachstumsprognosen ein Nachweis für die 2020-Vision?

 

Für die frühen 2020er werden Milliarden von IoT-Connections prognostiziert. Nun scheint mit den Millionen bisher auf den Markt eingeführten Geräten die Grundlage für diese Milliarden in der Zukunft geschaffen zu sein. Jedoch lassen diese Prognosen Raum für Interpretation, wann man von einer IoT-Connection sprechen kann. Forschungsorganisationen sperchen immer wieder von Milliarden von IoT-Connections, was sich jedoch auf frühere Machine-to-Machine (M2M)-Konnektivität bezieht, die alle Arten von Geräten und alle Arten von Verbindungen umfasst.

 

Definitionen sind wichtig. Ist ein Fitbit ein Connected Device? Ein WLAN-Router zu Hause? Ein mobiles Telefon? Die Antwort ist ja, aber dies sind nicht notwendigerweise Geräte, die als Kern der IoT-Revolution gesehen werden sollten. Diese Art von Geräten sollte nicht Teil der Vorhersagen für das mobil verbundene IoT-Gerätevolumen sein – auch wenn hierdurch ein vorteilhafteres Bild entsteht.

 

Mobiles IoT, das 2G, 3G, 4G und bald 5G sowie mobile Angebote wie NarrowBand-IoT (NB-IoT) umfasst, überzeugt durch seine Anwendbarkeit, Flexibilität, einfache Handhabung und attraktiven Preis. Es wird immer mehr zur Unterstützung von Geräten und Anwendungen außerhalb des IoT-Verbrauchermarkts eingesetzt. Ja, es gibt verbundene Katzentoiletten, aber diese Geräte machen nicht die Masse des IoT-Markts aus.

 

Stattdessen wird die IoT-Revolution vor allem durch industrielle Sensoren und Billionen vernetzter industrieller Geräte gebildet werden. Die Analysten von IHS Markit geben ein differenzierteres Bild darüber, wie sich der Markt entwickeln wird, und schauen nicht einfach auf die Anzahl verbundener Geräte. Die Analysten haben das IoT in Segmente unterteilt und schätzen, dass kommerzielle und industrielle vernetzte Geräte 19,8 % der weltweit vernetzten Geräte im Jahr 2018 ausmachen. Dieses Segment scheint großes Wachstumspotenzial zu haben: bis 2025 sollen 44,5 % aller IoT-Geräte aus dem industriellen Segment kommen.

 

Diese Zahlen werden von Forschungen von GSMA Intelligence unterstützt, die ein Wachstum bei industriellen IoT (IIoT)-Verbindungen von drei Milliarden auf fast 14 Milliarden zwischen 2017 und 2025 voraussagen. Dieses Wachstum wird vor allem durch die Implementierung von Lösungen in den Bereichen Smart Building und Smart Manufacturing angetrieben.

 

Vielleicht ist der stärkste Indikator jedoch der vorhergesagte Anstieg bei den Ausgaben für das IoT. IDC sagt voraus, dass die Ausgaben für das IoT in diesem Jahr 745 Milliarden Dollar erreichen werden, eine Erhöhung von 15,4 % gegenüber 2018. In 2022 sollen die Ausgaben bereits 1 Billion Dollar übersteigen. Dies ist wahrhaftig ein enormes Ausmaß und zeigt einen Markt, in dem Milliarden von Geräten mit Ausgaben von Billiarden von Dollar vernetzt werden. Gleichzeitig werden neue IoT-basierte Geschäftsmodelle neue Erlöse, neue Wirtschaftlichkeiten und neue Profite für Unternehmen ermöglichen. Während sich der Weg für das Jahr 2022 immer weiter öffnet, wird immer deutlicher, dass der maßgebliche Faktor der IoT-Revolution nicht nur anhand der Anzahl der IoT-Connections gemessen werden kann, sondern vor allen anhand der Summen, die Unternehmen in die Anbindung ihrer Geräten und den Aufbau komplett neuer Geschäftsmodelle investieren.