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Einfachheit ist der Schlüssel zum Erfolg (Teil I)

Erfolgreiche IoT-Projekte

Planning IoT-Projects

Source: Slon Pics/Pixabay

Das Internet der Dinge, die „Digitalisierung täglicher Routinen“, in dem Geräte aggregierte Daten aus unterschiedlichen Quellen sammeln und miteinander interagieren, ist eines der digitalen Themen, die von der Corona-Pandemie profitieren könnten. Noch haben wir noch keine harten Zahlen, um diese These zu stützen, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass es manchmal ein einschneidendes Ereignis braucht, um der Evolution einen Schub zu geben. Hier sind unsere Tipps für erfolgreiche IoT-Projekte.

Für den Gesundheitsbereich erwarten Marktforscher bereits jetzt eine Zunahme neuer IoT-Lösungen, sobald die Pandemie überwunden ist. „Die Krise hat eine Menge Ideen und Lösungen hervorgebracht“, sagt zum Beispiel Achim Granzen, leitender Analyst bei Forrester auf futureiot.tech. Wir können dies zumindest jetzt schon mit einem guten Beispiel untermauern: Mit dem „Microdefender“ hat unser Kunde, die italienische „Work In Progress Bio Medical Srl.“, ein intelligentes Desinfektionsgerät entwickelt und sehr schnell zur Marktreife gebracht. Seit dem Ausbruch von COVID-19 hat das Unternehmen keine ruhige Minute mehr.

 

Die Zeit war nie besser, um jetzt neue und clevere IoT-Lösungen zu entwickeln. Aber Vorsicht, erfolgreiche IoT-Projekte brauchen eine gute Planung. Das Thema ist komplex, doch der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Einfachheit.

Die meisten IoT-Projekte scheitern trotz brillanter Ideen

Eine zündende Idee für ein neues IoT-Projekt ist noch keine Garantie für den Erfolg. Umfragen zeigen, dass etwa 75 Prozent aller IoT-Projekte weltweit scheitern. Oft liegt es dabei an zu langen Entwicklungszeiten (der Durchschnitt liegt bei etwa 18 Monaten), mangelndes internes Fachwissen, schlechte Qualität der gesammelten Daten und schließlich Hürden bei der IoT-Integration. Das Ergebnis? Budgetüberschreitungen und nicht selten das Ende des Projekts.

Grundlage für ein erfolgreiches IoT-Projekt

Wer sich nicht darüber im Klaren ist, was es bei der Planung eines IoT-Projektes alles zu berücksichtigen gilt, erlebt schnell eine böse Überraschung. Der IoT-Markt ist ein Dschungel aus einer riesigen Palette von Technologien und Anwendungen. Was auch immer Sie entwerfen, Sie sollten sich zunächst ein Bild davon machen, was in der von Ihnen adressierten Zielgruppe üblicherweise verwendet wird. Dan brauchen Sie eine klare Vorstellung von allen Bausteinen, aus denen Ihr IoT-Projekt bestehen wird. Im Grunde sind es stets die gleichen Herausforderungen, die es zu meistern gilt.

IoT-Architektur: Vier typische Bausteine der IoT-Entwicklung

Bei der Planung eines IoT-Projekts werden Sie immer auf diese vier Bausteine stoßen: Sensoren, eine Plattform, eine Anwendung und nicht zuletzt eine zuverlässige IoT-Anbindung.

 

Sensoren

Beim Entwurf Ihres IoT-Geräts, dem „Ding“ Ihres Projekts, sind Sensoren das A und O für die Datenerfassung. Sorgen Sie bei der Auswahl und Integration der Komponenten dafür, dass der Datenfluss stets korrekt ist. Vermeiden Sie „schmutzige Daten“, Daten, die unvollständig oder fehlerhaft sind. Schlechte Datenqualität führt zu einer schlechten Benutzererfahrung, im schlimmsten Fall sogar zu falschen Rückschlüssen und Entscheidungen. Ob Temperatur, Helligkeit, Feuchtigkeit, Stromverbrauch – stellen Sie sicher, dass Sie wissen, was Sie brauchen, und wählen Sie entsprechend aus. Werden in der Branche, für die Sie entwickeln, irgendwelche Standards verwendet? Wenn Sie diese erfüllen, könnte Ihr Produkt gleich eine breitere Akzeptanz finden.

 

Aircare Device

Mit der 1NCE IoT Flex SIM arbeitet Aircare völlig autark und ermöglicht so das Monitoring des Raumklimas unabhängig von lokal verfügbaren Netzanbindungen.

Unser Kunde Harpa Italia entwickelte mit dem „Aircare“ ein IoT-Gerät, das Raumumgebungen nach einer Vielzahl von Qualitätskriterien überwacht und bewertet. Bis zu 15 Sensoren erstellen ein ganzheitliches Bild der Umgebung: Mit Aircare kann die Konzentration verschiedener Partikel, CO2 oder VOCs, aber auch Feuchtigkeit, Temperatur, Lärm, Licht und sogar Elektrosmog überwacht werden. Mit der Messung und Auswertung all dieser relevanten Daten erfüllt das Gerät die Spezifikationen des WELL-Gebäudestandards, ein leistungsbasiertes System zur Messung von Merkmalen der Gebäudeumwelt, die sich auf die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken.

Plattform

Jedes IoT-Projekt benötigt eine Plattform. Hier werden u.a. die Geräte verwaltet, die für das Senden oder Empfangen von Daten und Nachrichten zuständig sind. Die Plattform ermöglicht es, alle Geräte zu managen und miteinander kommunizieren zu lassen. Eine Plattform sollte flexibel genug sein, um verschiedene Kommunikationsprotokolle zu unterstützen. Außerdem muss sie eine API bereitstellen, um die gesammelten Daten mittels externer Anwendungen abrufen und visualisieren zu können. Diese Anwendungen sind die Werkzeuge, mit dem ihre Kunden später arbeiten werden. Und auch hier gilt die Regel: Stellen Sie sicher, dass Sie alles bekommen, was Sie brauchen, aber halten Sie es einfach. Wenn möglich, erfinden Sie das Rad nicht neu.

 

Die 1NCE IoT Flat Rate ermöglicht autosen, Sensoren auf einfachste Weise zu vernetzen und dabei gleichzeitig die Kosten für den Kunden zu senken

Die Firma autosen, Spezialist für Industriesensoren, hat den io-Key entwickelt. Dieser verbindet über 6.000 Sensoren von mehr als 200 Herstellern in weniger als einer Minute mit der Cloud. Für die einfache Anbindung industrieller Sensoren hat das Unternehmen eine IoT-Plattform auf Basis von Cumolocity entwickelt, die innerhalb der AWS-Cloud betrieben wird. Mit Hilfe der 1NCE IoT Flat Rate und der AWS Cloud-Schnittstelle können IO-Link fähige Sensoren automatisch Maschinendaten an das integrierte Kundensystem übertragen.

Fortsetzung

Im zweiten Teil Lesen Sie, was es im Hinblick auf die Anwendung und IoT-Konnektivität zu beachten gilt. Wie immer angefüttert mit Beispielen aus unseren Kundenreferenzen.